Material und den Grad der Verschmutzung berücksichtigen

Nehmen wir beispielsweise eine Fensterbank aus dem beliebten Naturstein Marmor. Viele wissen, dass Marmor ein metamorpher Kalkstein ist, und unterlassen es tunlichst, eine solche Fensterbank mit einem Essigreiniger in Berührung zu bringen. Beim ersten Mal passiert da kaum etwas, aber wenn das zur Angewohnheit wird, werden durch die Säure nach und nach Kalkteilchen aus dem Gesteinsverband gelöst und die Oberfläche wird irgendwann unansehnlich rau sein. Aus diesem Grunde wurden spezielle Marmor- oder Granitreiniger entwickelt, die dafür auch wirklich verwendet werden sollten.

Für Metalle, insbesondere Messing, wurden ebenfalls Spezialreiniger entwickelt. Sie enthalten winzige Partikelchen, die wie ein sehr feines Schleifpapier agieren und daher Ablagerungen oder Flugrost von den Oberflächen effizient entfernen. Wer damit aber seine Fliesen reinigt, wird bald keine Freude mehr an den matt-schmutzigen und zum Teil verfärbten Oberflächen haben.

Was bei der Reinigung von Holz zu beachten ist

Möbel aus Holz sollten stets vorsichtig mit einem Lappen in der Hand gereinigt werden, wobei es sich in der Regel um ein anderes Putzmittel handelt als jenes, das im Handel für einen Holzfussboden empfohlen wird. Bei Letzterem ist meistens ein gängiger Allzweck- beziehungsweise Universalreiniger ausreichend. Gehen wir an dieser Stelle aber doch ein wenig ins Detail.

Saugen oder Fegen bei Parkett und Laminat?

Tatsächlich ist Staubsaugen grundsätzlich besser als Fegen, selbst wenn ein sehr weicher Besen verwendet wird. Der lose auf dem Boden aufliegende Staub lässt sich fast vollständig schonend absaugen, während beim Fegen immer Staub aufgewirbelt wird und sich wenig später wieder überall absetzt, auch weiter oben auf den Möbeln.

Oftmals werden im Handel spezielle Parkettdüsen mit schonendem Filz oder Naturhaar als Aufsatz für den Sauger angeboten. Wirklich nötig ist solches Zubehör aber nicht, denn die mitgelieferten Standard-Universaldüsen eignen sich gleichermassen gut für Teppiche und Hartböden. Hier lässt sich alles recht gut über den höhenverstellbaren Borstenkranz regeln.

Was bedeutet eigentlich „nebelfeucht“ wischen?

Dieses Kriterium beinhaltet, dass der Boden schon nach drei bis fünf Minuten abgetrocknet sein muss. Dies wird dadurch erreicht, dass der Lappen kräftig ausgewrungen wird, sodass er nicht mehr tropft.

Bei einem Dampfreini¬ger sollten Sie auf antistatische Wischtücher besser verzichten. Überhaupt verbringt ein Dampfreiniger viel Feuchtigkeit tief in die Fugen mit der Folge, dass sich Verleimungen auflösen und das Holz quellen kann. Top Clean arbeitet auch mit Trockendampfreiniger, welche vermindert feuchthaltigen Dampf bzw. Trockendampf produzieren und somit weniger Wasserrückstände hinterlassen. Top Clean bietet Trockendampfgeräte zum Kauf an.

Staubbindetücher haben bei feuchter Verwendung den Nachteil, dass sie imprägniert sind. Dieses Material wird ständig über den harten Boden abgerieben. Mikrofasertücher neigen auf Dauer dazu, den Belag anzugreifen.

Unterschiedliche Reiniger für Parkett und Laminat

Für leichte und vor allem „frische“ Verschmutzungen, die zum Beispiel durch Lebensmittel wie Kaffee oder Ketchup entstehen, reicht Wischen mit Wasser in der Regel aus. Verschüttete Flüssigkeiten oder kleine Wasserpfützen sollten unmittelbar mit einem trockenen Lappen aufgesogen werden, damit keine Nässe nachhaltig in Fugen eindringen kann. Lösemittelhaltige Reiniger schaden den Oberflächen von Parkett und Laminat.

Parkettpflegemittel

Sie enthalten meistens wasserlösliche, rückfettende Wachse und Polymere, die den Boden mit einer dünnen, pflegenden Schicht versiegeln und schliesslich zu einem sichtbaren Glanzeffekt führen. Für Laminat sind weder Parkettreiniger oder Bohnerwachs noch Kern- oder Schmierseife geeignet, weil dadurch auf Kunstharzoberflächen Schlieren, Flecken oder Laufstrassen entstehen. Für Laminat können Sie wachsfreie Spezialreiniger und/oder Neutralreiniger verwenden. Letztere sind in einigen Fällen auch für Parkett geeignet.

Beachten Sie bei Reinigung und Pflege, dass es versiegelte und unversiegelte Parkettböden gibt. Für Letztere ist der Pflegeaufwand deutlich grösser. Wer in der Sache etwas unsicher ist, sollte sich unbedingt vertrauensvoll an den Profi wenden.