Schmutz, Gesundheit und Sauberkeit – Ein allgemeiner Überblick

Ob im Büro, auf der Strasse oder zu Hause: Staub und Schmutz sind überall. Für gewöhnlich empfinden wir sie lediglich als lästig oder störend, kümmern uns aber nicht weiter darum. Dass Staub auch gesundheitsschädlich sein kann, ist nur den wenigsten Menschen im Alltag bewusst. Warum das so ist, hat unter anderem damit zu tun, dass zahlreiche Pilze, Bakterien und Mikroorganismen darin enthalten sind. Schmutz ist also keineswegs harmlos – im Gegenteil: Eine übermässige Belastung kann langfristige, gefährliche Folgen haben. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass er in zahlreichen Formen auftritt. Bau-, Kohlen- und Papierstaub zum Beispiel können uns grossen Schaden zufügen.

Ohne wirksame Gegenmassnahmen erhöhen sie unsere Anfälligkeit für schwere Hautkrankheiten und Atemwegserkrankungen, unter denen viele Menschen ein Leben lang leiden. Ausserdem kann es zu Juckreiz, Trockenheit und Schuppigkeit der Haut kommen. Neueste Studien zeigen ausserdem, dass eine übermässige Staubbelastung sogar das Risiko für Demenz und Schlaganfälle erhöhen kann.

Atembeschwerden und Lungenkrankheiten zählen ebenfalls zu den Risiken. Das hat damit zu tun, dass gerade feine Staubpartikel, der sogenannte lungengängige Staub, leicht und unbemerkt eingeatmet werden können. Haben sie sich erst einmal in der Lunge abgelagert, können eine plötzliche Atemnot oder ein verringertes Lungenvolumen die Folge sein. Bestimmte Staubarten sind dabei schädlicher als andere. Staub aus Holz, Mehl und Getreide zum Beispiel kann Keuchen, ein Engegefühl in der Brust und Hustenanfälle auslösen. Weil die chronischen Auswirkungen auf die Lunge unheilbar sind, ist Prävention von grösster Bedeutung.

Sorgfältiges Staubwischen und gründliches Händewaschen

Es kann festgehalten werden, dass Staub und Schmutz sich äusserst schädlich auf die Gesundheit auswirken können. Aber auch die allgemeine Luftverschmutzung birgt ein Risiko: Übermässig hohe Konzentrationen an Luftschadstoffen, so zum Beispiel Ozon, Staubpartikel und Stickstoffoxid, kosten jährlich rund 400.000 Menschen vorzeitig das Leben. Umso wichtiger ist es, auf eine gute Luftqualität zu achten.

Um das Risiko so gering wie möglich zu halten, hilft nur eines: ein guter Reinigungsplan, der die Staubbildung zumindest in den eigenen vier Wänden effizient vermindert. Regelmässiges Staubsaugen ist in diesem Zusammenhang unverzichtbar – am besten mit einem speziellen Filter. Auch sorgfältiges Staubwischen und gründliches Händewaschen helfen. Eine gute Wahl kann auch ein Saugroboter oder ein Luftreiniger sein, der dem Staub den Kampf ansagt. Wichtig ist, den Aufstellungsort richtig zu wählen. Grundsätzlich gilt: Je häufiger man sich in einem Raum aufhält, desto mehr Staub entsteht dort. Es kann daher eine gute Idee sein, den Luftreiniger zum Beispiel im Schlafzimmer oder am Arbeitsplatz zu platzieren.

Sauber und gesund

Übrigens: Obwohl regelmässiges Putzen, Staubsaugen und Wischen wichtig ist, muss sich niemand schlecht fühlen, der seltener den Putzlappen hervorholt. Zwar stimmt der Grundsatz, dass überall dort, wo Schmutz ist, auch Bakterien sind – doch 99,9 Prozent der Keime, die uns umgeben, sind harmlos. Ausserdem kann zu häufiges Putzen auch schaden: Wer ständig mit antibakteriellen Putzmitteln oder chemischen Desinfektionsmitteln hantiert, schiesst weit über das Ziel hinaus. Damit nämlich schädigt man nicht nur die Umwelt, sondern gefährdet darüber hinaus auch die eigene Gesundheit. Bestimmte Bakterien werden mittel- und langfristig ausserdem resistent gegen die Mittel. In der Folge wirken auch Antibiotika nicht mehr, die in der Medizin eingesetzt werden.

Wer ständig ohne Putzhandschuhe mit chlorhaltigen Reinigungsmitteln arbeitet, geht das nicht unerhebliche Risiko ein, sich eine Hauterkrankung einzuhandeln. Solche Erkrankungen sind im Allgemeinen nur schwer auszuheilen. Zu guter Letzt ist auch vom Einsatz von Haushaltsreinigern in Sprayform für Möbel, die Raumluft und Glasflächen abzuraten, denn sie verdoppeln Studien zufolge das Risiko, an Asthma zu erkranken. Raumsprays zur Luftreinigung können zudem Duftstoffallergien auslösen, die sich unter anderem in chronischem Schnupfen äussern. Richtiges Lüften ist ein sehr viel besseres und noch dazu natürlicheres Mittel gegen unangenehme Gerüche zu Hause oder am Arbeitsplatz.

Richtiges Lüften und regelmässiges Staubsaugen

Zusammenfassend sei festgehalten, dass Staub und Schmutz bis zu einem gewissen Grad zum Leben dazugehören. Dennoch sind wir ihnen nicht hilflos ausgeliefert: Es gibt durchaus ein paar Tipps und Tricks, mit denen man Verschmutzungen im Büro oder zu Hause so gering wie möglich halten kann. Um die Umgebung so sauber zu halten, dass die Sauberkeit gesund ist, reicht eine Haushaltsreinigung einmal pro Woche vollkommen aus. Einzige Ausnahme: Oberflächen, die regelmässig mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Sie nämlich sind mit Keimen belastet, die sofort mit Universalreiniger entfernt werden sollten.

Als Faustregel kann gesagt werden, dass geputzt werden soll, bis es optisch sauber ist. Dabei sollte nach Möglichkeit auf Reiniger verzichtet werden, die Duft- und Farbstoffe enthalten, um allergischen Hautreaktionen vorzubeugen. Besser sind ein paar wenige Reinigungsmittel – darunter Essig, Schmierseife, Zitronensäure, Waschpulver, Geschirrspüler und Allzweckreiniger. Einfacher macht man sich das Leben auch, wenn man Staubfänger wie Kissen, Stofftiere und Dekorationsartikel so weit wie möglich reduziert.

*Inhaber aller Nutzungsrechte dieses Textes ist der Urheber Top Clean aus Binningen.